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Siteplan

Siteplan

Groundfloorplan

Groundfloorplan

Floorplans

Floorplans

Floorplans

Floorplans

Section

Section

Elevation South

Elevation South

Elevation North

Elevation North

Elevation East

Elevation East

Elevation West

Elevation West

Sustainability concept

Sustainability concept

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QUATERTOWER, TIMBERTOWER, AUGSBURG, DEUTSCHLAND

Project: Holzhochhaus

Location: Augsburg, Deutschland

Date: 2018

Client: MILLENIUM BUILDING Quatertower GmbH

Architect: SPANS associates

Concept Engineer: SPANS associates

Renderings: GRAUVISUALS

Type: Wohnen, Büros

Stage: Wettbewerb - Anerkennung Shortlisted

http://www.competitionline.com/de/ergebnisse/314410

 

Design and Concept

Wahrzeichen der Stadt und Signalgebäude

Augsburg ist die drittälteste Stadt Deutschlands und wurde 15 v. Chr. von den Römern gegründet. Sie hat ein vielfältiges architektonisches Zentrum: Die Skyline von Augsburg wird durch die Horizontalität der Dächer der Häuser und durch die Vertikalität der Kirchturmuhren bestimmt. Das Projekt ‚Quatertower‘ befindet sich in unmittelbarer Nähe der Altstadt und in der Nähe der ehemaligen Kammgarnspinnerei, des heutigen Textil- und Industriemuseums (TIM - "Staatliches Textil und Industriemuseum"). Das Museum ist ein zentraler Punkt auf der europäischen Route des Industrie Kulturerbes und erinnert an Augsburgs die blühende Textilindustrie aus dem 19. Jahrhundert. Aus diesem Erbe heraus ist Augsburg auch heute eine pulsierende Industriestadt. Das ‚Quatertower‘-Projekt soll ein Wahrzeichen des Augsburger Peripheriezentrums werden. Das Gebäude setzt ein neues Zeichen in die Stadtlandschaft von Augsburg. Durch seine runde Form schafft es eine sichtbare und unvererkennbare Identität. Seine zentrale urbane Position führt zu der kreisförmigen Form des Gebäudes. Der Zylinder erzeugt ein Signal, einen Wirbel, einen Bezugspunkt und ein Tor zwischen der Altstadt und der TIM. Die alten Stadtkirchentürme, der TIM-Schornstein und das Projekt Quatertower dienen der vertikalen Identifikation, die miteinander in Dialog treten und ein Netzwerk über den Dächern der Gebäude bilden. Sie gehören zu derselben Gebäudetypologie: vertikale und nicht orthogonale Elemente.

 

Stadtverbindung und Überbrückungsmöglichkeit

Das ‚Quatertower‘-Projekt befindet sich am Schnittpunkt verschiedener Verkehrsströme am Stadtrand. Das Grunstück befindet sich entlang der Hauptstraße „Nagahama Alle“, die den peripheren Verkehr in der Nord-Süd-Achse leitet. Diese Hauptstraße schneidet die West-Ost-Fußgängerverbindung zwischen dem geschützten historischen Stadtzentrum und dem gut besuchten TIM-Museum ab. Der ‚Quartertower‘ ist eine optimale Gelegenheit, die Verbindung der westlichen Ostachse durch eine Fußgängerbrücke wieder herzustellen und somit die Teilung der Gebiete (Altstadt und TIM Museum) aufzuheben. Daher schlagen wir in unserem Entwurf vor, entlang des Hauptgebäudes einen öffentlichen Fußweg zu entwickeln, der die Verbindung zwischen den beiden Teilen der Stadt herstellt. Damit wäre der Turm ein Bravurleistung und ein ganz besonderer Bezugspunkt. Die zylinderbasierte Geometrie des Gebäudes hilft der Orientierung und schafft eine fließende Verbindung. Das offene Café im Erdgeschoss ist als ein Treffpunkt gedacht und erweitert sich in den Landschaftspark. Das ‚Quatertower‘-Projekt funktioniert natürlich auch ohne Fußgängerbrücke.

 

Materialität und Konstruktion

Referenz des Webens und die Tradition der Holzschreinerei

Der ‚Quatertower‘ ist ein Holzhochhaus, die gesamte Gebäudekonstruktion, die tragenden Bauteile, der Kern, die Geschossdenken und auch die sekundären Konstruktionselemente bestehen aus Holz. Das Gebäude zielt darauf ab modern, nachhaltig, leistungsfähig und effizient zu sein.

Die ursprüngliche Idee Holz als Baumaterial zu wählen, bezieht sich auf den Webprozess, als Referenz zum TIM Museum. Die filigrane Holzfassade steht im Kontrast zu der jeweiligen monolithischen Standardbauten in der Umgebung und zeichnet sich durch ein dynamisches Design aus. Die Primärkonstruktion für das äußere Holzgitter (Diagrid) ist ein einzigartiges und neues System, das dazu beitragen soll, den Stand der Technik für die Verwendung von Holz in Hochhäusern zu verbessern und weiterzuentwickeln. Sie bezieht sich auch auf eine alte Tradition, Kunst & Handwerk zu vereinen, sie ist eine subtile und implizite Verbindung zum Webtechnik-Wissen. Die Verwendung von Holz wird als Verbindung zur natürlichen Materialität, zur Zimmerei und zum traditionellen Bauwesen verstanden.

Konstruktions Komponenten

Die Deckenaufbauten sind vollständig aus Brettsperrholzplatten (Timber CLT) aufgebaut. Kern, Bodenplatte und Außenfassade sind die wichtigsten statischen Komponenten, die den Brandschutzbestimmungen entsprechen, und eine Vormontage außerhalb des Standorts ermöglichen. Das Fassadenfachwerk arbeitet nach seiner idealsten Kapazität und schafft eine effiziente und minimalistische Konstruktion. Die spiralförmigen Konstruktionselemente bilden zusammen mit dem vertikalen Diagrid einen starren Torsionskorb, der eine einzigartige und durchgehende Konstruktion bildet. Das Untergeschoß besteht aus einer eingeschössigen unterirdischen Betonkonstruktion, einschließlich einer Stützmauer und einer unterirdischen Boden platte.

Smart Living und flexible Architektur für eine langfristige Anpassung

Neue intelligente Technologien zur Interaktion mit dem Gebäude und zur Steuerung des Verbrauchs

Der ‚Quatertower‘ eröffnet eine neue Denkweise und zielt darauf ab, topaktuell zu sein und klug ‚zu handeln‘. Mit einem Holzhochaus lassen sich das Verantwortungsbewusstsein, Nachhaltigkeit und das Bedürfnis nach individuellem Lifestyle verbinden.

Als Kommentar: „Wir müssen die Abfallkultur in Frage stellen und unsere Prioritäten verschieben!“. Bauen mit lokalen Ressourcen und die Integration passiver Lösungen gehören zu den Zielen, um auf Standort- und Klimawandel zu reagieren. Neue intelligente Gebäudetechnologien ermöglichen es uns, mit unserer gebauten Umwelt aktiv zu interagieren und aktiv zu kommunizieren. Neue Smart Living-Technologien bieten ein enormes Potenzial, um alle Gebäudedienste miteinander zu verbinden und Betriebskosten und Wartung zu reduzieren. Dies würde die Art und Weise, wie wir mit dem Gebäude interagieren, und die Informationen, die wir täglich aus unserer eigenen Interaktion erhalten, vereinfachen. Energieverbrauch, Lichtmenge, Wasser, Strom, Nutzung von Sonnenkollektoren, Verbesserung der Sicherheit. Ziel ist es, fossile Energien einzusparen und den Verbrauch zu vermeiden. Um die Effizienz zu optimieren ist ein Echtzeit-Feedback des Gebäudes als lebender Organismus, nötig. Elektromobilität gehört ganz selbstverständlich dazu. In der Tiefgarage gibt es Stellplätze für Elektroautos und ein Car-Sharing Konzept.

Flexibles Gebäude und Berücksichtigung zukünftiger Raumprogrammänderungen

Der ‚Quatertower‘ ist nicht auf eine kurz- und mittelfristige Perspektive ausgerichtet, sondern wird als ein langfristiger Investitions-, Nutzungs- und Lebenszyklus betrachtet. Jedes neue Gebäude sollte im großen Ganzen gesehen werden mit seinen ökologischen Folgen. Wir müssen Flexibilität in die Geometrie und Belastbarkeit der Gebäude mit integrieren, damit das Gebäude mit verschiedenen Arten von Raumprogrammen arbeiten kann. Ein zukünftiger Programmwechsel, wie Eigentumsverhältnisse, ist von Anfang an zu integrieren, um darauf flexibel reagieren zu können. Diese Denkweise hat eine langfristige Kosteneffizienz.

 

Nachhaltigkeitskonzepte: Energie, Effizienz, Schallschutz, DGNB/ BNB Ziele

Das Projekt nutzt ökologische Wärme- und Kälteerzeugung (Geothermie) und regenerative Stromerzeugung in multifunktionalen Modi. Die Belüftung ist hybride ausgelegt. Die Grundlüftung ist kombiniert mit einer individuell einstellbaren Fensterlüftung. Dabei werden eine hohe Wärmedämmung der Gebäudehülle (Winter / Sommer) und die Energieeffizienz der Gebäudetechnik berücksichtigt. Neben der Winter- und Sommer-Wärmedämmung tragen die Fassadenelemente durch die stark befahrenen Straßen auch aktiv zur Geräuschminderung bei. Die Sonnenenergie soll durch Photovoltaik-Paneele genutzt werden, die auf der Dachfläche und hauptsächlich der Fassade installiert sind und am Energiesystem angeschlossen sind. Das Regenwasser wird ebenfalls im Keller gespeichert und genutzt.

CO2-armer Bau

 Der ‚Quartertower‘,Timber Tower‘ wird dem Umweltgedanken gerecht. Tausende Tonnen Kohlenstoffdioxid werden bei diesem Gebäude durch die Holzbauweise eingespart, die ansonsten bei Herstellung, Transport oder Entsorgung anderer Baumaterialien anfallen würden. Der Bau geht viel schneller, das Material ist einfacher zur Baustelle zu bringen, insgesamt ist es viel günstiger. Außerdem bindet das natürliche Baumaterial Holz große Mengen Kohlenstoff, während Beton und Stahl in ihrem Produktionsprozess für einen gewaltigen Ausstoß an Treibhausgasen sorgen.

Das Projekt legt großen Wert auf gesunde Baustoffe, einschließlich einer Schadstoffprüfung aller Stoffe.

Ziel ist es den ‚Quartertower‘ zu einem Nachhaltigkeitsvorbild bei der Verwendung von Holz als Baumaterial in mittelgroßen und hohen Gebäuden zu machen. Das Gebäude ist so konzipiert, dass die verwendeten Materialien in hoher Qualität recycelt werden können. Dies macht das Gebäude zu einem Ressourcendepot für zukünftige Generationen

Dauerhaftigkeit

Das Holz selbst kann sicher hunderte Jahre lang überleben, wenn es nicht feucht wird oder nicht anders beschädigt wird. Ein massiver Holzbau kann genauso brandsicher sein wie Stahl oder Beton.

DGNB Platin/ BNB Gold ist bei diesem Vorzeigeprojekt angestrebt

 Ökologie Ökonomie Soziale und funktionale Aspekte

 Technik Prozesse Standort